"Einstein-Flöhe" begeistern 700 Zuschauer

17. Mai 2011

floehe_2011_01.JPGDer Umzug vom bisherigen Veranstaltungsort „Listhalle" in unsere Sporthalle war aus bühnentechnischen Gründen notwendig geworden. Der Umfang und die Größe unseres Geräteeinsatzes ließen einen Auftritt in der Listhalle nicht mehr zu.

Die vielen Zuschauer haben die große Sporthalle des AEG kaum wieder erkannt. Erinnerte doch die halbe Halle eher einer Bühnenfläche mit Matten, Vorhängen, verschiedenen Aufhängungen, Musik- und Beleuchtungsanlage. Die Zuschauer fanden in der anderen Hälfte der Halle teilweise aufsteigend bestuhlt ihre Plätze.

Ein schwungvoller Auftakt brachte das Publikum gleich in die richtige Stimmung und motivierte die „Flöhe" schon beim Aufwärmen und Einturnen sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Unser Moderator Bernd Spreemann gab einen informativen Überblick der 18-jährige Geschichte der „Einstein-Flöhe". Während der Erläuterung der Zielsetzungen in der Arbeit der Gruppe und der teilweisen Aufzählung der vielen Auftritte bereiteten sich die Akteure auf ihren ersten Programmteil vor.

Mit dem Titel „In the air" entführten die „Flöhe" die Zuschauer mit in die dritte Dimension. Abwechslungsreiches Bewegungstheater ergänzt mit Bodenturnen und Sprüngen gingen nahtlos in gelungene Darbietungen am Trapez über. Neue Herausforderung stellten die beiden Vertikaltücher an die Akteure. Nach anfänglichen Schwierigkeiten arbeitete sich diese Gruppe mit großem Einsatz in die Materie ein. Es waren doch ungewohnte Techniken und vor allem viel Kraft notwendig um diese Tücher zu nutzen. Letztendlich verstanden es die Flöhe aber die Anwesenden immer wieder mit ihrer Eleganz und Akrobatik zum Staunen zu bringen. So schwebten und hingen die Akteure gleichsam schwerelos bis in einer Höhe von sechs Metern unter der Hallendecke um ihre Kunststücke zu zeigen.

In der anschließenden Pause wurde hinter dem Vorhang eifrig gearbeitet. So mussten mit Hilfe einer riesigen Leiter die Aufhängungen abgebaut und verändert werden. Dadurch entstand für den zweiten Programmteil ein vollkommen neues Bühnenbild.

Nach den eher ruhigen Klängen der Musik des ersten Programmteils ging es sowohl musikalisch als auch szenisch sehr kontrastreich in den zweiten Abschnitt.

Der Hauptteil für das neue Programm war im Vergleich zu den bisherigen Darbietungen vollkommen anders konzipiert. Unter dem Titel „Die Prophezeiung" sollte die fast komplette, gleichnamige Musik-CD in einer Show interpretiert werden.
Fünfundvierzig Minuten reine Bewegungszeit mit vielen Positionswechseln, Übergängen, Bewegungsabfolgen, Gerätearrangements, Kostümwechseln, Beleuchtungswechsel Stimmungsänderungen und Umbauten erforderten von allen beteiligten ein Höchstmaß an Kooperation, Konzentration, Flexibilität und Ausdruckskraft. Und dies alles noch unter der großen Bewegungsbelastung. Die Presse bezeichnete die Leistungen dieses Gesamtwerkes als fulminante Mischung aus Schauspiel, Show und Inszenierung.

Weitere Bilder im Fotoalbum.

Auszug aus dem Pressebericht:

„Salti, Bocksprünge, der Lauf auf den Händen, Trampolin, Spagats und Schleuderbrett - schon akrobatisch ist eine Menge geboten. Stockfinster ist es in Saal. Das Schwarzlicht bringt sie knallig zum Leuchten: Weiße Masken und helle Tücher, rote Stirnbinden und bunte Bänder. Alles bewegt sich schnell und schneller, dann wieder langsam, bedrohlich, lauernd. Und dazu die Schauermusik. Mönchsgesang und tiefeTrommeln klingen wie Donner und Gewitter, krachen herzlos aufs Publikum nieder. Ein Mix aus schnellen Beats und Gruselklängen unterlegt die ruhige Sprecherstimme.
Von glühender Lava ist die Rede, von schwarzer Sonne und Unheil. Vom „mächtigen Knall," von „Feuer und Schreien" überall. Vom „jüngsten Tag, dem die ganze Menschheit zum Opfer erlag." Erzählt wird die Geschichte der Prophezeiung. Vom Kampf zwischen den Mächten des Dunkeln und des Lichts. Die Szenen treiben einem Gänsehaut auf den Rücken."

Der Inhalt der Prophezeiung wirkte eher ernst und bedrückend. Doch verfolgten die Flöhe das Ziel, mit ihren Bewegungsinterpretationen gepaart mit Anmut und Eleganz, dem Zuschauer ein positives Erinnerungsbild zu vermitteln.

Abschließend möchten sich die Flöhe herzlich bedanken:

  • Bei den Sportkollegen und Kolleginnen, die eine ganze Woche auf die große Sporthalle verzichtet haben.
  • Bei den Technikern und Helfern die sich tagelang um eine gute Beleuchtung und Tonqualität gekümmert haben.
  • Bei der Schulleitung und den Kollegen und Kolleginnen für die Freistellung der SchülerInnen
  • Bei dem Hausmeisterehepaar Herrn und Frau Henrich für die großzügige Unterstützung.
  • Beim Elternbeirat, dem Verein der Freunde des AEG, der Kreissparkasse und dem Regierungspräsidium für die finanzielle Unterstützung.
  • Bei der Stadt Reutlingen für Nutzungsgenehmigung der Sporthalle.

Und vor allem bei einem tollen Publikum!



Schlagworte: Einsteinflöhe
Kategorie: Tagebuch